Santa Lucia

Mitten im Advent, wenn es besonders dunkel ist, kommt die heilige Lucia mit ihrer Kerzenkrone zu Besuch.

Es ist belegt, dass es vor etwa 1700 Jahren im heutigen Italien eine junge Frau namens Lucia gab, von der viele Geschichten erzählt werden. Lucia gehörte zu den ersten Christen, und die hatten es zu jener Zeit nicht leicht, weil sie verfolgt und für ihren Glauben hingerichtet wurden. Doch Gott schützte Lucia und rettete sie aus vielen gefährlichen Situationen. So wurde sie zur Santa Lucia, zur heiligen Lucia.

Warum Lucia die Lichterkönigin ist, dazu gibt es auch eine Geschichte. Sie ging damals in finstere Kellerverliese zu gefangenen Christen und brachte ihnen etwas zu essen. Um die Hände frei zu haben und so viel wie möglich tragen zu können, setzte sie sich in den dunklen Gängen einen Kranz mit Kerzen auf.


Das Lichterfest gilt als winterliches Gegenstück zur Mittsommernacht, die in Schweden und anderen skandinavischen Ländern alljährlich traditionell gefeiert wird.

Zum Luciafest werden traditionell die so genannten „lussekatter“, also die Luciakatzen, gebacken. Diese sind ein mit Safran gewürztes Hefegebäck, das mit Rosinen verziert wird. Das als Lucia verkleidete Mädchen verteilt diese bereits beim Frühstück in ihrer Familie, als auch während des Festzuges zur Kirche. Getrunken wird hierzu meist der so genannte „glögg“, eine Art Glühwein mit Rosinen und Mandeln. In den Familien selbst wird abends häufig ein schönes Abendessen zubereitet, um das Fest auch kulinarisch gebührend zu würdigen.

Das Luciafest ist in ganz Schweden äußerst beliebt und wird in fast jedem Verein, jeder Schule und jedem Betrieb gefeiert. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Festlichkeiten in jeder einzelnen Familie. Wie intensiv das Fest zelebriert wird, erkennt die Polizei besonders gut. Denn an diesem Festtag, der gesetzlich kein Feiertag ist, sammelt die Polizei so viele Führerscheine wie fast nie im Jahr ein.

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