Warum heißt der Rosenmontag eigentlich Rosenmontag?

„Alaaf“ und „Kamelle“ würde es im gesamten Rheinland heute überall erklingen. Denn heute ist Rosenmontag, der höchste Feiertag des Karnevals. An diesem Tag gehen traditionell die großen Rosenmontagszüge. Das lässt sich kein Jeck freiwillig entgehen.

Die heutigen Rosenmontagszüge stehen in einer Tradition, die weit zurückreicht. Bereits der Kölner Kurfürst inszenierte unter anderem am 6. Februar 1731 einen karnevalistischen Umzug.

Mehr über die Geschichte & Tradition des Bönnschen Karnvels.


Aber warum heißt der Rosenmontag eigentlich Rosenmontag?

Man könnte meinen, mit „Rosen“ ist die Königin der Blumen gemeint. Aber so ist es nicht. „Rosen“ kommt von „rasen“, „toben“ oder „sich ausgelassen benehmen“. In unserem schönen Bönnschen-Dialekt heißt der Rosenmontagszug übrigens „Ruusemondagszoch“. 🙂

Die Jecken am Wegesrand rufen beim Rosenmontagszug nach „Kamelle“. Damit ist alles gemeint, was von den Fußgruppen und Wagen des Zuges geworfen wird: Schokolade, Lakritz, Bälle, Popcorn, Chips und Bonbons. Bonbons wurden früher auch oftmals Karamellen genannt, woraus dann irgendwann „Kamelle“ entstand.

Besonders bei Frauen beliebt, sind „Strüssje“, kleine Blumengebinde aus Rosen, Tulpen oder Nelken.


Doch dieses Jahr ist alles anders und uns blutet das Herz..

Aber der Rheinländer an sich ist ja bekanntlich ein Optimist. Deshalb machen wir das Beste daraus und erfreuen uns mit euch an ein paar Impressionen aus den letzten Jahren.

Und so verabschieden wir diese außergewöhnliche Session, senden euch ein „leises“ ALAAF aus Bonn und lauschen dazu den Klängen von Brings „Mir singe Alaaf (vielleicht en bisschen stiller)„:

„Denn mir gläuve do dran
Et Levve kütt zoröck

Un mir singe Alaaf, villeich e betzje stiller
Un dat, wat do wor, kütt janz bestimmp bald widder
Kumm, mer singe Alaaf, denn söns sin mir verlore
Un mir singe janz hösch för e besser Morje“


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